Weltweiter Wettlauf um Halbleiterkapazitäten

Der niederländische Chiphersteller ASML, weltweit führend in der Herstellung von Lithografie-Anlagen, beobachtet einen globalen Wettlauf um neue Fertigungsstätten. Regierungen aus den USA, Asien und anderen Regionen fördern massiv den Aufbau lokaler Produktionskapazitäten, um ihre technologische Souveränität zu stärken. Laut Unternehmensangaben zeigen jedoch europäische Staaten im Vergleich wenig Initiative.

Europa bleibt im Chip-Ausbau zurück

Während Länder wie die USA mit milliardenschweren Förderprogrammen wie dem CHIPS Act oder Asien mit starken staatlichen Anreizen neue Fabriken ansiedeln, bleibt das Interesse in Europa überschaubar. ASML-Manager berichten von einem Mangel an konkreten Projekten und politischem Willen, eigene Produktionsstandorte in der Region aufzubauen. Dabei wäre die Nachfrage nach hochmodernen Chips so groß wie nie.

Was bedeutet das für Bauunternehmen?

Ein Ausbleiben großer Halbleiterprojekte in Europa hat auch baupolitische Konsequenzen. Für Bauunternehmen bedeutet dies weniger Aufträge in der Hochtechnologie-Bauwirtschaft – etwa bei Reinräumen, Spezialgebäuden oder energieeffizienten Industriekomplexen. Wo keine Fabriken geplant sind, entstehen auch keine Großbaustellen mit hohem Investitionsvolumen.