Rekordgewinne täuschen über Standortprobleme hinweg

Die deutschen DAX-Konzerne erzielten zuletzt Rekordgewinne auf den Weltmärkten. Doch dieser Erfolg trügt, wie der Wirtschaftswissenschaftler Bert Rürup betont. Hinter den globalen Zahlen verberge sich eine zunehmend problematische Lage im Inland. Der Wirtschaftsstandort Deutschland verliere an Attraktivität – ein Trend, der auch mittelständische Unternehmen betrifft.

Einordnung für die Bauwirtschaft

Besonders betroffen sind Branchen wie das Baugewerbe, die stark von den heimischen Rahmenbedingungen abhängen. Hohe Energiekosten, bürokratische Hürden und ein angespannter Fachkräftemarkt belasten die Betriebe. Während Großkonzerne durch Internationalisierung gegensteuern können, fehlt vielen mittelständischen Bauunternehmen diese Flexibilität.

Was bedeutet das für Bauunternehmen?

Die Schwäche des Standorts Deutschland wirkt sich direkt auf die Wettbewerbsfähigkeit aus. Steigende Betriebskosten, Verzögerungen bei Genehmigungsverfahren und unklare politische Rahmenbedingungen erschweren die Planungssicherheit. Gerade im Hoch- und Tiefbau führt dies zu sinkenden Margen und erhöhtem Kostendruck.