Double Composite: Stahl und Beton effizient kombiniert

Bei der neuen HS2-Brücke in Großbritannien kommt eine sogenannte Double-Composite-Bauweise zum Einsatz. Über und unter den Stahlträgern wird jeweils eine Betonschicht integriert. Dadurch wird die Tragfähigkeit deutlich erhöht, während gleichzeitig weniger Stahl benötigt wird. Die 320 Meter lange Brücke profitiert so von einer optimierten Lastverteilung und geringerem Materialverbrauch.

CO₂-Einsparung durch schlankeres Design

Durch die verbesserte Biegefestigkeit der Verbundkonstruktion können die Träger schlanker dimensioniert werden. Weniger Stahl bedeutet weniger Energieverbrauch in der Produktion und somit bis zu 60 Prozent weniger CO₂-Emissionen im Vergleich zu herkömmlichen Stahlbrücken. Diese Einsparung ist besonders relevant im Hinblick auf die Klimaziele der Bauwirtschaft.

Praxisbeispiel

Die Brücke ist Teil des High-Speed-Rail-Projekts HS2, das moderne Infrastruktur mit Nachhaltigkeit verbinden soll. Die hier erprobte Double-Composite-Technik könnte künftig auch in Deutschland bei Eisenbahn- und Autobahnbrücken Anwendung finden. Erste Pilotprojekte in der DACH-Region evaluieren bereits ähnliche Konzepte.