EU-Cloudgesetz CADA in der Kritik

Die geplante EU-Verordnung CADA (Cloud Act Data Act) soll die Datenhoheit europäischer Unternehmen stärken und Cloud-Anbieter verpflichten, transparenter über Standorte und Zugriffe auf Daten zu berichten. Doch die Tech-Lobby, angeführt von Amazon, Google und Meta, warnt vor erheblichen finanziellen Belastungen. Laut Schätzungen könnten die Kosten für die Branche bei rund 115 Milliarden Euro liegen.

Umgerechnet auf große Konzerne

Diese Zahl basiert allerdings auf Annahmen, die als spekulativ gelten. So fließen in die Berechnung unter anderem Umstrukturierungen von Rechenzentren, zusätzliche Compliance-Aufwendungen und technische Anpassungen ein. Kritiker weisen darauf hin, dass die betroffenen Kosten hauptsächlich große internationale Tech-Unternehmen betreffen – nicht mittelständische Betriebe oder kleine Dienstleister.

Einordnung für die Bauwirtschaft

Für Bauunternehmen ist die Debatte um Cloud-Souveränität relevant, insbesondere wenn sie auf digitale Plattformen für Projektmanagement, KI-Anwendungen oder Baustellendokumentation setzen. Die Diskussion zeigt, wie regulatorische Entwicklungen indirekt auch die Infrastruktur beeinflussen können, auf der digitale Tools basieren. Unternehmen sollten sich daher über die Hintergründe informieren, um langfristige Risiken bei der Nutzung von Cloud-Diensten einzuschätzen.