Datenschutzverstoß bei Xandr

Die norwegische Datenschutzaufsichtsbehörde hat gegen Xandr, eine Tochtergesellschaft von Microsoft, eine Geldbuße in Höhe von 8,6 Millionen Euro verhängt. Grund ist die unrechtmäßige Verarbeitung personenbezogener Daten von Nutzer:innen der Dating-App Grindr bis ins Jahr 2020. Die Behörde stellte fest, dass das Unternehmen Daten ohne ausreichende rechtliche Grundlage weiterverarbeitet hatte.

Rechtsverstöße im digitalen Datenhandel

Xandr war maßgeblich an der Vermarktung und Weitergabe von Nutzerdaten beteiligt, um gezielte Werbung zu schalten. Dabei wurden laut Aufsicht sensible Informationen über die Herkunft, sexuelle Orientierung und Aufenthaltsorte der Betroffenen verarbeitet – ohne dass eine wirksame Einwilligung vorlag. Solche Praktiken verstoßen gegen die europäischen Datenschutzgrundsätze, insbesondere gegen die DSGVO.

Was bedeutet das für Bauunternehmen?

Auch im Bauwesen gewinnt der Datenschutz zunehmend an Bedeutung, besonders bei der Nutzung digitaler Plattformen für Projektmanagement, Kommunikation oder Dokumentation. Wer personenbezogene Daten – etwa von Mitarbeiter:innen oder Kund:innen – verarbeitet, muss sicherstellen, dass dies rechtmäßig und transparent geschieht. Fehlende Einwilligungen oder unklare Datenweitergaben können teure Bußgelder nach sich ziehen.