Drastischer Rückgang bei Importen

Die Zahlen des Statistischen Bundesamts (Destatis) zeigen eine tiefgreifende Veränderung im deutsch-russischen Handel. Zwischen Januar und Juni 2026 beliefen sich die deutschen Importe aus Russland auf lediglich 0,5 Milliarden Euro. Das ist ein Rückgang von 96,4 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2021, als noch Waren im Wert von 15,0 Milliarden Euro eingeführt wurden. Der Krieg in der Ukraine seit Februar 2022 hat die Handelsbeziehungen nachhaltig verändert.

Exporte ebenfalls gesunken, aber weniger stark

Auch die deutschen Exporte nach Russland haben deutlich abgenommen. Im gleichen Zeitraum gingen sie um 73,1 Prozent zurück und lagen bei 3,4 Milliarden Euro. 2021 waren es noch 12,7 Milliarden Euro. Damit bleibt das Exportvolumen trotz des Rückgangs deutlich über dem Importniveau. Dies deutet auf eine fortbestehende Nachfrage nach deutschen Waren hin, auch unter erschwerten Bedingungen.

Was bedeutet das für Bauunternehmen?

Für das Baugewerbe bedeutet der Rückgang, dass russische Rohstoffe wie bestimmte Metalle oder Energieträger kaum noch im deutschen Liefermix vorkommen. Bauunternehmen mussten ihre Beschaffungsstrategien anpassen und auf alternative Quellen setzen. Die Abhängigkeit von Energie- und Materialimporten aus politisch instabilen Regionen hat viele Betriebe sensibilisiert. Eine Diversifizierung der Lieferketten ist mittlerweile Standard geworden.