Kritische Infrastruktur unter Druck

Seit Wochen häufen sich Vorfälle, bei denen das deutsche Stromnetz gezielt angegriffen wird. Leonhard Birnbaum, CEO des Energiekonzerns Eon, warnt vor gravierenden Folgen für die Versorgungssicherheit. Die Häufigkeit der Vorfälle unterstreicht die Verletzlichkeit kritischer Infrastruktur – und die Notwendigkeit eines effektiveren Schutzes.

Sicherheit ist staatliche Aufgabe

Birnbaum betont klar: Energieversorger können nicht für die Sicherheit ihrer Anlagen im Sinne staatlicher Schutzfunktionen aufkommen. „Wir können ja nicht für die Luftabwehr in Deutschland zuständig sein“, so der Eon-Chef. Damit macht er deutlich, dass der Schutz vor Sabotage und gezielten Angriffen in die Verantwortung von Staat und Behörden fällt.

Einordnung für die Bauwirtschaft

Für Bauunternehmen, die an der Errichtung oder Modernisierung von Energieinfrastruktur beteiligt sind, gewinnt das Thema Sicherheit an Bedeutung. Bauprojekte im Bereich Netzausbau oder Umspannwerke müssen künftig verstärkt sicherheitsrelevante Aspekte berücksichtigen – etwa durch schützende Baukonzepte oder Zugangskontrollen. Die enge Abstimmung mit Planern und Behörden wird entscheidend.