Unternehmensinsolvenzen auf Rekordniveau

Im ersten Halbjahr 2026 hat die Zahl der Unternehmenspleiten in Deutschland den höchsten Stand seit 2013 erreicht. Laut Angaben der Wirtschaftsauskunftei Creditreform belasten hohe Zinsen, anhaltende Materialkosten und Auftragsflaute vor allem kleine und mittlere Betriebe. Besonders deutlich spüren dies Unternehmen im Bau- und Handwerksssektor, wo Liquiditätsengpässe zunehmen.

Einordnung für die Bauwirtschaft

Die Bauwirtschaft bleibt von der Entwicklung besonders betroffen. Viele mittelständische Bauunternehmen kämpfen mit ausbleibenden Baugenehmigungen, teuren Krediten und komplexen Planungsprozessen. Die Nachfrage nach Wohnraum bleibt zwar hoch, doch die Umsetzung stockt – nicht zuletzt aufgrund von Verzögerungen bei Genehmigungen und Materialengpässen. Dies führt zu langen Projektlaufzeiten und erhöhtem finanziellen Druck.

Was bedeutet das für Bauunternehmen?

Für Bauunternehmen bedeutet die Entwicklung eine zunehmende Herausforderung bei der Finanzplanung und Auftragsakquise. Wer nicht agil bleibt, gerät schnell in Schieflage. Gleichzeitig zeigt die hohe Zahl an Neugründungen, dass der Markt weiter Chancen bietet – insbesondere für gut aufgestellte, digitalisierte Betriebe. Effiziente Kalkulation, transparente Kommunikation mit Auftraggebern und schnelle Reaktionsfähigkeit werden immer wichtiger.