Staatlicher Ausbau der 5G-Infrastruktur an Schienenwegen

Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) bereitet den flächendeckenden Ausbau von 5G-Funkmasten entlang der Eisenbahnstrecken vor. Mit dem neuen Funkstandard FRMCS (Future Railway Mobile Communication System) soll die Kommunikation im Schienenverkehr modernisiert werden. Um die notwendige Infrastruktur zu schaffen, plant das Ministerium, die Kosten für den Mastbau zu übernehmen – unter einer Bedingung.

Öffentlich-private Partnerschaft für schnelles Zug-WLAN

Telekommunikationsanbieter wie Telekom, Vodafone, Telefónica und 1&1 sollen die Schienenwege mit 5G-Netzen ausstatten. Im Gegenzug übernimmt der Staat die Errichtung der dafür benötigten Funkmasten. Diese Kooperation zielt darauf ab, eine lückenlose Mobilfunkversorgung im Zugverkehr zu gewährleisten und gleichzeitig den Übergang vom alten GSM-R-Funk auf den modernen 5G-basierten FRMCS zu beschleunigen.

Was bedeutet das für Bauunternehmen?

Der massive Infrastrukturausbau eröffnet neue Chancen für Bau- und Telekommunikationsdienstleister. Die Errichtung von hunderten Masten entlang der Bahntrassen erfordert Erdarbeiten, Fundamentierungen und den Aufbau der Mastkonstruktionen. Spezialisierte Firmen aus dem Bereich Tiefbau und Infrastruktur können hier in Planung und Realisierung gefragt sein. Die Projekte werden voraussichtlich über Ausschreibungen vergeben, was mittelständische Bauunternehmen in die Lage versetzt, sich zu beteiligen.