Technologischer Vorsprung in Gefahr

Alexander Glätzle, CEO des deutschen Quantencomputerherstellers Planqc, warnt davor, dass Deutschland seinen Führungsanspruch im Bereich Quanten-Computing verlieren könnte. Während das Land heute noch zu den Vorreitern gehört, entscheidet sich der globale Wettlauf zunehmend nicht mehr im Labor, sondern in der industriellen Anwendung. Ohne schnelle Übertragung der Forschungsergebnisse in marktfähige Lösungen droht ein Abhängigkeitsverhältnis zu ausländischen Technologien.

Politik und Wirtschaft im Pflichtenheft

Glätzle betont, dass mehr politische und wirtschaftliche Unterstützung nötig sei, um die Entwicklung voranzutreiben. Dazu gehören nicht nur gezielte Förderprogramme, sondern auch eine stärkere Vernetzung zwischen Forschungseinrichtungen, Start-ups und etablierten Industrieunternehmen. Nur so lasse sich ein ökonomisch tragfähiges Ökosystem aufbauen, das Innovationen schnell skalieren kann.

Was bedeutet das für Bauunternehmen?

Auch die Bauwirtschaft könnte langfristig von Fortschritten im Quanten-Computing profitieren – etwa durch schnellere Simulationen komplexer Tragwerke, optimierte Bauprozesse oder intelligente Materialauswahl. Die Technologie könnte künftig helfen, riesige Datenmengen aus digitalen Bauprozessen in Echtzeit zu analysieren. Digitale Tools können helfen, solche Prozesse effizienter zu organisieren.