Steuerliche Benachteiligung von Wissen

In Deutschland werden Investitionen in Humankapital und Forschung steuerlich anders behandelt als Anschaffungen von Maschinen. Während Maschinen steuerlich abgesetzt werden können, bleibt der Einsatz von Fachkräften oft unberücksichtigt. Marie-Christine Ostermann kritisiert in einem Gastkommentar im Handelsblatt, dass dadurch Technologietransfer und Innovation verlangsamt werden.

Förderung allein reicht nicht

Staatliche Förderprogramme allein können das strukturelle Problem nicht lösen. Oft hängen vielversprechende Forschungsergebnisse, gerade aus Hochschulen und Instituten, in der Praxis fest, weil Unternehmen keine ausreichenden Anreize sehen, sie umzusetzen. Eine steuerliche Gleichstellung von Investitionen in Köpfe und in Maschinen könnte hier helfen.

Was bedeutet das für Bauunternehmen?

Auch im Bauwesen entstehen Innovationen zunehmend durch interdisziplinäre Zusammenarbeit und qualifizierte Fachkräfte – etwa bei der Digitalisierung, Nachhaltigkeit oder BIM-Planung. Wenn Weiterbildung, Forschungskooperationen oder die Einstellung von Spezialisten steuerlich stärker anerkannt würden, könnte dies Investitionen in Technologie und Know-how beschleunigen.