Regionen im Aufwind und unter Druck

Die Auswirkungen des Klimawandels zeigen sich zunehmend an der Wertentwicklung von Immobilien in Deutschland. Laut einer Analyse des Handelsblatts verlieren Immobilien in Gebieten mit häufigen Extremwetterereignissen wie Überschwemmungen oder Dürre an Wert. Betroffen sind vor allem Regionen in Ostdeutschland, wo trockene Sommer die Böden austrocknen und Bäume absterben lassen. Gleichzeitig gewinnen Immobilien in kühleren Lagen, etwa im Bayerischen Wald oder in höheren Lagen des Erzgebirges, an Attraktivität.

Welche Faktoren den Wert beeinflussen

Starkregen, Hitzewellen und steigende Grundwasserstände werden zu entscheidenden Faktoren für die Wertermittlung. Versicherungen reagieren bereits mit angepassten Prämien, insbesondere für Gebäude in Hochwassergebieten. Gleichzeitig steigen die Sanierungskosten, da bestehende Gebäude klimaresilienter werden müssen. Dazu gehören wassergekühlte Fassaden, versiegelungsarme Außenanlagen und verbesserte Entwässerungssysteme.

Was bedeutet das für Bauunternehmen?

Bauunternehmen müssen künftig stärker auf klimagerechte Planung setzen. Dazu zählen der Einsatz witterungsresistenter Baustoffe, angepasste Dachneigungen zur Ableitung von Starkregen und die Berücksichtigung lokaler Gefährdungskarten. Die Nachfrage nach energieeffizienten und klimasicheren Gebäuden steigt – ein Trend, der sich mittel- bis langfristig verstärken wird. Digitale Tools können helfen, solche Prozesse effizienter zu organisieren.