Schwachstellen gezielt aufspüren

Unternehmen im Baugewerbe sind immer stärker digital vernetzt – von der Baustellenplanung bis zur Rechnungsstellung. Diese Digitalisierung birgt jedoch auch Risiken: Jede Software, jedes Netzwerk kann Angreifern Eintrittspunkte bieten. Der iX-Workshop »Pentesting mit Open-Source-Tools« vermittelt Kenntnisse, um solche Schwachstellen systematisch zu identifizieren. Mithilfe kostenloser und quelloffener Programme lernen Teilnehmer, wie sie ihre IT-Infrastruktur wie ein Angreifer testen können. So lassen sich Sicherheitslücken früh erkennen – bevor Dritte sie ausnutzen.

Was bedeutet das für Bauunternehmen?

Auch Handwerksbetriebe sind längst Ziel von Cyberkriminalität. Oft werden veraltete Systeme oder unsichere Passwörter ausgenutzt. Durch gezieltes Pentesting – also das kontrollierte Testen der IT-Sicherheit – können Betriebe ihre Resilienz stärken. Besonders wichtig ist dies, wenn sensible Daten wie Baupläne, Kundendaten oder Finanzinformationen digital gespeichert werden. Die Nutzung von Open-Source-Tools macht die Prüfung kostengünstig und transparent. Für Unternehmen ohne großes IT-Team ist das ein wichtiger Schritt zur Eigenverantwortung in der Cybersicherheit.

Praxisbeispiel

Ein Dachdeckerbetrieb nutzt eine Cloud-Software zur Auftragsverwaltung. Über ein ungeschütztes Admin-Konto könnte ein Angreifer Zugriff erhalten. Mit Open-Source-Tools wie Nmap oder Metasploit lässt sich prüfen, ob solche Schnittstellen offen sind. Der Workshop zeigt, wie solche Tests sicher und rechtlich konform durchgeführt werden – also nur auf eigene Systeme angewendet.