Reformstau belastet Wirtschaftsklima

Der Leiter des ifo Instituts für Außenwirtschaft, Gunther Felbermayr, warnt vor den Folgen der zunehmenden Reformstarre in Deutschland. In einem Interview mit dem Handelsblatt macht er deutlich, dass die Blockade von notwendigen wirtschaftlichen Anpassungen nicht nur wachstumshemmend wirkt, sondern auch politische Ränder stärkt. Besonders die AfD profitiere von der Unzufriedenheit vieler Bürger, die sich von der Mitte der Politik ignoriert fühlen.

Österreich als Beispiel für Rechtsaußen-Regierung

Felbermayr verweist auf die Erfahrungen in Österreich, wo rechte Parteien bereits Regierungsverantwortung tragen. Dort zeigten sich wirtschaftliche Effekte – etwa bei der Investitionsdynamik und der Planungssicherheit für Unternehmen. Diese Entwicklungen seien kein Grund zur Entwarnung, gerade für mittelständische Betriebe, die auf stabile Rahmenbedingungen angewiesen sind.

Was bedeutet das für Bauunternehmen?

Für die Bauwirtschaft bedeutet politische Instabilität oft Verzögerungen bei Infrastrukturprojekten, unsichere Planungshorizonte und eine zögerliche Genehmigungspraxis. Wenn sich die Bundesregierung nicht auf klare Reformen einigen kann – etwa im Bereich Bau- und Klimarecht – drohen weitere Verzögerungen bei öffentlichen Baumaßnahmen. Investoren zögern, und das Auftragsbuch bleibt dünn. Digitale Tools können helfen, solche Prozesse effizienter zu organisieren.