Kritische Sicherheitslücken in erneuerbaren Energien

Ein Forschungsteam des Sicherheitsanbieters Modat hat in Europa 8.547 Systeme identifiziert, die in Wind- und Solarparks zum Einsatz kommen und aus dem Internet erreichbar sind. Viele dieser Systeme steuern zentrale Funktionen – etwa die gesamte Infrastruktur eines Windparks. Die Entdeckung wirft Fragen zur IT-Sicherheit in der Energiewende auf, insbesondere bei der Vernetzung technischer Anlagen.

Gefahr durch ungeschützte Zugänge

Ein Großteil der gefundenen Systeme weist gravierende Sicherheitslücken auf. So sind einige Anlagen ohne Passwortschutz oder veraltete Software erreichbar, was Angreifern Tür und Tor öffnet. Bereits einfache Angriffsmethoden könnten dazu führen, dass Betreiber die Kontrolle über ihre Anlagen verlieren. Die Forscher warnen vor möglichen Störungen in der Energieversorgung, falls solche Systeme manipuliert werden.

Einordnung für die Bauwirtschaft

Auch im Bauwesen steigt die Vernetzung von Technik auf Baustellen – von Baumaschinen bis zu Energiemanagementsystemen. Werden digitale Komponenten nicht sicher integriert, entstehen neue Angriffsflächen. Gerade bei der Errichtung und Wartung von Energieanlagen ist ein sicherer Umgang mit IT-Systemen daher essenziell. Digitale Tools können helfen, solche Prozesse effizienter zu organisieren.