Deutschlands Investitionsschwäche unter der Lupe

Der deutsche Ökonom Jens Südekum warnt vor den langfristigen Folgen jahrzehntelanger Unterinvestition. Obwohl Deutschland über hohe Ersparnisse verfügt, fließen diese nur zögerlich in produktive Kapitalanlagen. Das führt zu einem Produktivitätsstau und schwächt die internationale Wettbewerbsfähigkeit.

Welche Zukunftsfelder könnten helfen?

Südekum sieht Potenzial in vier Wachstumsfeldern: Digitalisierung, Energiewende, Mobilitätswandel und Modernisierung der öffentlichen Infrastruktur. Gezielte Investitionen hier könnten nicht nur Wachstum beflügeln, sondern auch dringend benötigte Modernisierungsschübe liefern.

Einordnung für die Bauwirtschaft

Für Bauunternehmen bedeutet dies eine Zäsur: Wer auf stagnierende öffentliche Aufträge und mangelnde Planungssicherheit trifft, leidet unter ausbleibenden Impulsen. Gleichzeitig wächst der Druck, innovativ und effizient zu bauen – doch ohne Investitionen in Technik, Ausbildung und Digitalisierung wird dies immer schwerer.