Strombedarf für E-Lkw bis 2045

Eine gemeinsame Studie des International Council on Clean Transportation (ICCT) und des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung (ISI) prognostiziert einen jährlichen Strombedarf von rund 200 Terawattstunden (TWh) für elektrische Lastkraftwagen in Europa bis zum Jahr 2045. Dieser Wert unterstreicht die wachsende Bedeutung der Elektromobilität im schweren Güterverkehr.

Ladeinfrastruktur: Depots statt Autobahnen

Überraschend ist, dass der größte Teil des Ladebedarfs nicht entlang von Autobahnen entsteht, sondern in Betriebshöfen und Depots. Die meisten E-Lkw werden demnach über Nacht oder in Standzeiten an ihren Heimbasen aufgeladen. Dies führt zu einem konzentrierten, aber planbaren Energiebedarf an festen Standorten.

Was bedeutet das für Bauunternehmen?

Bauunternehmen, die über eigene Fuhrparks verfügen oder Logistikdienstleistungen anbieten, müssen ihre Depotinfrastruktur zukünftig stärker auf Lademöglichkeiten für E-Lkw ausrichten. Die Planung von Trafostationen, Ladesäulen und Energiemanagementsystemen wird zunehmend relevant. Auch bei der Errichtung von Betriebshöfen oder der Sanierung bestehender Gebäude spielt die Integration von Ladeinfrastruktur eine zentrale Rolle. Digitale Tools können helfen, solche Prozesse effizienter zu organisieren.