Offene Systeme in Europa entdeckt

Eine IT-Sicherheitsfirma hat bei einer Untersuchung über 8500 Steuerungssysteme von Windkraftanlagen und Solarparks in Europa identifiziert, die ohne ausreichenden Schutz im Internet erreichbar sind. Diese Systeme dienen der Überwachung und Regelung der Anlagen und sind damit zentral für den Betrieb erneuerbarer Energiequellen. Die Entdeckung zeigt gravierende Schwachstellen in der Digitalisierung der Energiewende auf. Viele dieser Systeme sind über Standardprotokolle erreichbar, ohne Passwortschutz oder Firewalls – ein Einfallstor für Cyberangriffe.

Sicherheitslücken bei kritischer Infrastruktur

Die offen zugänglichen Systeme zählen zur kritischen Infrastruktur und könnten bei Manipulationen zu Stromausfällen oder Betriebsstörungen führen. Experten warnen, dass solche Lücken nicht nur technische, sondern auch sicherheitspolitische Dimensionen haben. Bereits kleine Schwachstellen können ausreichen, um größere Netze zu destabilisieren. Die Sicherheitsfirma betont, dass die Daten nicht aus einem Hackerangriff stammen, sondern über öffentlich zugängliche Suchmaschinen für vernetzte Geräte ermittelt wurden – ein Hinweis darauf, wie einfach solche Systeme zu finden sind.

Einordnung für die Bauwirtschaft

Auch im Bereich der Baupraxis gewinnt die sichere Vernetzung von Technik zunehmend an Bedeutung. Gerade bei der Errichtung und Inbetriebnahme von Wind- und Solaranlagen sind Bauunternehmen und Fachplaner eng in die Digitalisierung eingebunden. Offene Steuerungssysteme während oder nach der Bauphase können später zu Risiken werden. Digitale Tools können helfen, solche Prozesse effizienter zu organisieren.