Carney: Keine Schönwetterverbündeten

Mark Carney, ehemaliger Gouverneur der Bank of England, hat im EU-Parlament deutlich gemacht, dass die EU auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten zu ihren Partnern steht. Seine Aussage, man sei „keine Schönwetterverbündeten“, richtet sich gegen die jüngste Drohung von Donald Trump, Zölle auf EU-Importe zu verhängen. Die Äußerung unterstreicht die wachsende Spannung im transatlantischen Handelsverhältnis.

Frankreich lehnt Drohungen ab

Frankreich hat die Zolldrohungen aus den USA scharf zurückgewiesen. Die Regierung in Paris betont, dass wirtschaftliche Erpressung im internationalen Handel keinen Platz hat. Gleichzeitig wird in Brüssel über mögliche Gegenmaßnahmen beraten, falls die US-Seite ihre Androhungen wahr macht. Auch Indien meldet Bedenken an, da neue US-Zölle auf russisches Öl indirekt die globalen Energiemärkte beeinflussen könnten.

Einordnung für die Bauwirtschaft

Die aktuelle Debatte um Zölle und Handelsbarrieren betrifft auch die Bauwirtschaft. Sollten sich die USA und die EU in einen Zollkonflikt verstricken, könnte dies Rohstoffpreise – etwa für Stahl oder Baustoffe – nach oben treiben. Bauunternehmen müssten dann mit steigenden Materialkosten und Planungsunsicherheit rechnen. Eine Eskalation könnte die ohnehin angespannte Kostenentwicklung auf Baustellen weiter verschärfen.