Overtourism belastet historische Stadtstrukturen

Die kroatische Hafenstadt Dubrovnik zählt zu den meistbesuchten Zielen Europas. Der Ansturm durch den Massentourismus, verstärkt durch die Popularität der Serie 'Game of Thrones', belastet die historische Altstadt und die Lebensqualität der Anwohner. Die Stadtverwaltung erwägt daher Maßnahmen zur Begrenzung der täglichen Besucherzahlen, um die Infrastruktur zu entlasten und den Erhalt der Denkmäler sicherzustellen.

Stadt plant Besuchersteuerung und Zugangsregelungen

Um den Zustrom besser kontrollieren zu können, prüft Dubrovnik die Einführung von Zeitslots für Tagestouristen und eine Erhöhung der Eintrittsgebühren in die Altstadt. Auch eine Obergrenze für Kreuzfahrtschiffe wird diskutiert. Ziel ist es, Besucher gleichmäßiger über das Jahr zu verteilen und die Belastung für die historische Bausubstanz zu reduzieren.

Einordnung für die Bauwirtschaft

Für Bauunternehmen und Handwerksbetriebe ergeben sich aus solchen stadtplanerischen Maßnahmen neue Aufgabenfelder. Sanierungen historischer Gebäude, die Anpassung von Infrastrukturen an touristische Belastungen oder die Umsetzung von Zugangssystemen erfordern spezialisierte Fachkenntnisse. Auch die Dokumentation von Baumaßnahmen zur Denkmalpflege gewinnt an Bedeutung. Digitale Tools können helfen, solche Prozesse effizienter zu organisieren.