Verlagerung der Verantwortung

Die EU hat ein neues Maßnahmenpaket zur Bekämpfung von Geldwäsche vorgestellt, das die Verantwortung für die Fahndung zunehmend in die Hände privater Akteure legt. Dies betrifft nicht nur Banken, sondern auch Unternehmen und Organisationen, die nun in die Pflicht genommen werden, verdächtige Aktivitäten zu melden.

Was bedeutet das für Bauunternehmen?

Für Bauunternehmen könnte dies bedeuten, dass sie künftig verstärkt in die Überprüfung ihrer Geschäftspartner und Kunden eingebunden werden. Die Notwendigkeit, umfassende Due-Diligence-Prüfungen durchzuführen, könnte zu einem erhöhten administrativen Aufwand führen. Insbesondere kleinere Betriebe könnten vor Herausforderungen stehen, da sie möglicherweise nicht über die Ressourcen verfügen, um diese Anforderungen effizient zu erfüllen.

Einordnung für die Bauwirtschaft

Die neuen Regeln könnten auch die Wettbewerbsbedingungen im Bauwesen beeinflussen. Unternehmen, die nicht in der Lage sind, die neuen Anforderungen zu erfüllen, könnten in ihrer Geschäftstätigkeit eingeschränkt werden. Dies könnte zu einer Marktverdrängung führen, die vor allem kleinere Bauunternehmen hart treffen könnte.

Praxisbeispiel

Ein Beispiel aus der Praxis zeigt, dass ein mittelständisches Bauunternehmen, das in einem öffentlichen Auftrag tätig war, aufgrund unzureichender Nachweise zur Geldwäscheprävention von der Ausschreibung ausgeschlossen wurde. Solche Vorfälle könnten in Zukunft häufiger auftreten und die Auftragslage von Bauunternehmen gefährden.