Gaspreise erreichen Höchststand seit 2022

Wegen ausbleibender Gaslieferungen aus dem Nahen Osten steigen die Preise an den europäischen Handelsplätzen deutlich an. Gleichzeitig liegen die Füllstände der unterirdischen Gasspeicher deutlich unter dem gewünschten Niveau – ein Umstand, der die Marktlage zusätzlich verschärft. Experten warnen vor wachsendem Druck auf die deutsche Energieversorgung, besonders im kommenden Winter.

Einordnung für die Bauwirtschaft

Steigende Gaspreise wirken sich direkt auf die Energiekosten von Baustellen und Produktionsstätten aus. Viele Baubetriebe sind auf zuverlässige und bezahlbare Energie angewiesen – sei es für Beheizung, Betonhärteprozesse oder den Betrieb von Maschinen. Bei anhaltend hohen Preisen drohen weitere Teuerungen bei Baustoffen wie Stahl, Beton oder Glas, die energieintensiv hergestellt werden.

Was bedeutet das für Bauunternehmen?

Bauunternehmen sollten ihre Projektplanung und Kostenkalkulation überprüfen. Insbesondere langfristige Ausschreibungen könnten durch unvorhergesehene Energiepreisspitzen unter Druck geraten. Auch die Logistik und Beheizung von Baustellen im Herbst und Winter könnte teurer werden. Eine enge Kontrolle der Baupreise und Lieferverträge wird daher immer wichtiger.