Open Source ist nur der Anfang

Viele europäische Unternehmen und Behörden setzen zunehmend auf Open-Source-Lösungen, um sich von US-Technologiekonzernen wie Microsoft zu lösen. Doch laut dem EU-Digitalexperten Thomas Gageik ist dieser Schritt allein nicht ausreichend. Offene Software verbessere die Transparenz und Kontrolle, verhindere aber nicht zwangsläufig Abhängigkeiten – besonders wenn die Infrastruktur weiter auf ausländischen Technologien basiert.

Strukturelle Unabhängigkeit fehlt

Tatsächliche digitale Souveränität erfordere mehr als nur verfügbare Quellcodes. Es gehe um die Kontrolle über gesamte Technologieketten – von der Entwicklung über die Hosting-Infrastruktur bis zum Betrieb. Wer etwa Cloud-Dienste aus den USA nutzt, bleibt auch mit Open-Source-Software abhängig. Gageik fordert daher europäische Investitionen in eigene Rechenzentren, sichere Netzwerke und unabhängige Entwicklungsplattformen.

Einordnung für die Bauwirtschaft

Auch im Bauwesen gewinnt digitale Unabhängigkeit an Bedeutung. Baufirmen nutzen zunehmend Software für Projektmanagement, Dokumentation und KI-gestützte Planung. Wer hier auf lückenlose Datensicherheit und Compliance setzt, profitiert von europäischen Lösungen. Digitale Tools können helfen, solche Prozesse effizienter zu organisieren.