Attacke über Fernwartungssysteme

In mehreren europäischen Ländern haben Hacker erneut Kühltheken in Supermärkten angegriffen. Über Fernwartungsschnittstellen setzten sie Tiefkühlgeräte in den Abtaumodus – mit verheerenden Folgen: Lebensmittel waren innerhalb weniger Stunden unbrauchbar. Die Schäden belaufen sich nach ersten Schätzungen auf mehrere Millionen Euro.

Wie funktionierten die Angriffe?

Die Angreifer nutzten Sicherheitslücken in Fernwartungssystemen, die eigentlich zur Wartung und Überwachung der Kühlanlagen vorgesehen sind. Ohne legitime Zugriffsrechte zu besitzen, gelangten sie über das Internet in die Steuerungssysteme und veränderten die Betriebsmodi. Die Angriffe zeigen, wie kritisch die Sicherheit vernetzter Technik in der Infrastruktur ist.

Was bedeutet das für Bauunternehmen?

Auch im Baugewerbe werden zunehmend Anlagen und Baustellen über Fernwartung und digitale Steuerungssysteme betrieben – von Baustellen-Heizungen bis zu Klimaregeln in Neubauten. Werden diese Systeme nicht ausreichend gesichert, drohen nicht nur Produktionsausfälle, sondern auch erhebliche Sachschäden. Die Vernetzung von Baumaschinen und Gebäudeautomation erfordert daher ein hohes Maß an IT-Sicherheit.