Stromproduktion steigt weiter an

Die deutsche Stromerzeugung ist im ersten Halbjahr 2026 um 4,5 Prozent auf 230,6 Milliarden Kilowattstunden gestiegen. Das geht aus vorläufigen Daten des Statistischen Bundesamts (Destatis) hervor. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (220,7 Milliarden Kilowattstunden) zeigt sich ein kontinuierlicher Aufwärtstrend. Besonders auffällig ist das Wachstum der erneuerbaren Energien: Mit 136,4 Milliarden Kilowattstunden stieg die Einspeisung aus Wind, Sonne, Wasser und Biomasse um 6,5 Prozent. Damit lag ihr Anteil am gesamten inländischen Strommix bei 59,1 Prozent – ein neuer Rekordwert.

Konventionelle Energieträger verlieren an Gewicht

Trotz einer leichten Steigerung der konventionellen Stromerzeugung um 1,7 Prozent auf 94,2 Milliarden Kilowattstunden sank deren Anteil am Gesamtmix von 42,0 auf 40,9 Prozent. Der Anstieg der Gesamtproduktion und das stärkere Wachstum der Erneuerbaren sorgten für diese Verschiebung. Kohle- und Gaskraftwerke spielen weiterhin eine Rolle zur Netzstabilisierung, besonders in Phasen geringer Wind- und Solarerzeugung. Dennoch zeigt die Entwicklung: Der Ausbau der erneuerbaren Energien verändert die Energielandschaft nachhaltig.

Einordnung für die Bauwirtschaft

Für Bauunternehmen wird die Energiewende zunehmend relevant – besonders bei der Planung und Sanierung von Gebäuden. Steigende Anteile erneuerbarer Energie gehen einher mit verschärften Anforderungen an Energieeffizienz, Wärmeschutz und technische Gebäudeausrüstung. Zudem gewinnen Quartierslösungen mit dezentraler Energieerzeugung wie Photovoltaik auf Dächern oder Wärmenetze in Neubaugebieten an Bedeutung. Bauunternehmen, die sich früh darauf einstellen, sind im Vorteil. Digitale Tools können helfen, solche Prozesse effizienter zu organisieren.