Hohe Anmeldezahlen, geringe Umsetzung

Europäische Hochschulen und Forschungseinrichtungen melden deutlich mehr Patente an als noch vor zwei Jahrzehnten – mehr als doppelt so viele wie vor 20 Jahren. Doch eine aktuelle europaweite Studie zeigt: Rund 40 Prozent dieser Patente verfallen, weil sie nie kommerziell genutzt werden. Die Gründe liegen oft in der Kluft zwischen akademischer Forschung und marktfähiger Anwendung.

Technologietransfer bleibt Herausforderung

Ein zentraler Grund für das Verfallen der Patente ist der mangelnde Technologietransfer. Viele Erfindungen sind zwar wissenschaftlich fundiert, erreichen aber nicht die notwendige Marktreife. Fehlende Infrastruktur, unzureichende Finanzierung für die Weiterentwicklung oder fehlende Kooperationen mit der Industrie verhindern oft die Umsetzung in marktfähige Produkte.

Einordnung für die Bauwirtschaft

Für die Bauwirtschaft bedeutet dies, dass viele innovative Lösungen – beispielsweise im Bereich energieeffizientes Bauen, digitale Planung oder KI-gestützte Baustellenüberwachung – langsamer oder gar nicht verfügbar werden. Dabei könnten gerade solche Hochschulpatente neue Standards in der Branche setzen. Deutschland liegt hier europaweit im positiven Bereich, was auf effektivere Transferstrukturen hindeutet. Digitale Tools können helfen, solche Prozesse effizienter zu organisieren.