Strengere Kontrolle bei Auslandsinvestitionen

Die Bundesregierung plant mit dem neuen Investitionsprüfgesetz eine Verschärfung der Kontrollen ausländischer Kapitalbeteiligungen. Ziel ist es, strategische deutsche Unternehmen vor Übernahmen durch Investoren aus nichtfreundlichen Staaten zu schützen. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf China, das in den vergangenen Jahren verstärkt in europäische Schlüsseltechnologien und Infrastrukturprojekte investiert hat.

Was bedeutet das für Bauunternehmen?

Auch die Bauwirtschaft könnte indirekt betroffen sein, insbesondere wenn es um Infrastrukturprojekte mit sicherheitsrelevanten Aspekten geht. Unternehmen, die an Autobahnen, Bahnanlagen oder Energieversorgung beteiligt sind, könnten künftig stärker unter Prüfung stehen, wenn ausländisches Kapital eingebunden wird. Die Bundesregierung will sicherstellen, dass kritische Infrastrukturen nicht unter ausländischen Einfluss geraten.

Einordnung für die Bauwirtschaft

Obwohl das Gesetz primär Technologie- und Industrieunternehmen betrifft, wächst die Bedeutung für Bauunternehmen, die an öffentlichen Großprojekten arbeiten. Werden chinesische Investoren oder Tochtergesellschaften aus Drittländern an Baufirmen beteiligt, könnte dies künftig einer Genehmigungspflicht unterliegen. Transparenz über Kapitalstrukturen wird daher noch wichtiger.