Weniger Unfälle, aber weiter Handlungsbedarf

Laut dem Statistischen Bundesamt (Destatis) sind im Jahr 2025 rund 5,9 Millionen Liter wassergefährdende Stoffe bei Unfällen in Deutschland unkontrolliert in die Umwelt gelangt. Das entspricht einem Rückgang um 8,9 Prozent gegenüber 2024, als noch 6,5 Millionen Liter ausgetreten waren. Die Zahl der Unfälle sank auf 1.461 – den niedrigsten Wert seit 2010. Damit setzt sich der seit 2017 anhaltende Abwärtstrend fort.

Umweltauswirkungen bleiben groß

Trotz der positiven Entwicklung bei der Unfallzahl konnten rund 2,4 Millionen Liter der austretenden Substanzen nicht mehr zurückgewonnen werden. Diese Menge blieb dauerhaft in der Umwelt zurück – ein Anstieg um 0,4 Millionen Liter gegenüber dem Vorjahr. Die Schwankungen in den Datenreihen gelten als normal, da sie stark von der Schwere und Art der Vorfälle abhängen.

Einordnung für die Bauwirtschaft

Für Bauunternehmen ist die sichere Handhabung wassergefährdender Stoffe zentral. Dies betrifft vor allem Baustellen, auf denen mit Ölen, Chemikalien oder Kühlmitteln gearbeitet wird. Fehler in der Lagerung, beim Transport oder bei der Entsorgung können schnell zu Umweltvorfällen führen. Eine lückenlose Baustellendokumentation und ein funktionierendes Gefahrstoffmanagement sind daher unerlässlich. Digitale Tools können helfen, solche Prozesse effizienter zu organisieren.